9. WAA mit Toyota/Lexus aus Darmstadt

Autoschau im Herzen Weiterstadts

30 Aussteller mit 200 Fahrzeugen präsentieren sich - Verkaufsoffener Sonntag zieht Besucher an

Die 9. Weiterstädter Automobilausstellung - in Anlehnung an die Frankfurter IAA kurz WAA genannt - hat am Samstag und Sonntag für Leben in der Weiterstädter Innenstadt gesorgt. Firebeach Events präsentierte zusammen mit dem Autohaus Schneider aus Darmstadt, die neuen Toyota und Lexus Modelle, sowie als absoluten Highlight und Eyecatcher das neue ultimative BierBike Darmstadt.

"Ich finde es gut, dass wir hier solche Events haben", sagte Bürgermeister Peter Rohrbach bei der Eröffnung. Jürgen Merlau von der Wirtschaftsförderung der Stadt mahnte hingegen an, dass Termine für verkaufsoffene Sonntage in den Kommunen stärker entzerrt werden sollten und wies auf den verkaufsoffenen Sonntag in Griesheim hin. Dass Weiterstadt und Darmstadt eine Woche auseinanderlägen, sei nur einem Telefonat zu verdanken, erklärte Peter Klink vom Gewerbeverein.

Der Weiterstädter Gewerbevereinsvorsitzende stellte fest, dass viele Autohäuser der Region an dem Wochenende, das mit einem verkaufsoffenen Sonntag gekoppelt ist, teilnahmen. 30 Aussteller präsentierten rund 200 Fahrzeuge. Man habe noch nie so schnell alle Plätze vermarkten können, sagte Klink. "Und einen Vorteil gegenüber der IAA hat die WAA auch: Man muss nicht so weite Wege gehen."

Für Bernhard Klügel ist dies ein klares Plus. Der Worfeldener lobte die Vergleichsmöglichkeiten. Ein Auto sucht er aber aktuell nicht, "Ich habe erst vor einem Jahr eines gekauft", erklärte er. Und wenn er die Preise so sehe, sei er zufrieden mit seinem damaligen Kauf - auch wenn er die Abwrackprämie nicht genutzt habe.

Diese Prämie wird von einigen Autohäusern in diesem Jahr freiwillig fortgesetzt, wies Berthold Schwarz vom Autohaus Brass auf eine Aktion mit dem Fiat Panda hin. Die Ausstellung selbst wirke sich nach seiner Erfahrung nicht unmittelbar auf den Umsatz aus. "Das ist nicht messbar, aber innerhalb des nächsten halben Jahres kommen die Kunden."

Für den Optiker Pust war die Automesse Grund, auch am Sonntag zu öffnen: "Wir machen dann immer Sonderangebote", sagte Elli Klier. Ein Kunde kaufte gleich zwei - um eines später wieder zurück zu geben. "Die muss ich erst meiner Frau zeigen", erklärte er.

Nicht alle Geschäfte an der Darmstädter Straße machten den verkaufsoffenen Sonntag mit, eine Apotheke hatte geöffnet, eine andere geschlossen; auch ein Fotoladen, ein Imbiss und ein Reisebüro in einer kleinen Ladenzeile hatten geschlossen. Günther Philippi vom Naturstein-Service Philippi hatte geöffnet und vergoldete und versilberte Kerzenständer als Messeangebote. Neben klassischen Steinmetzarbeiten biete er auch Alabaster- oder Kunststein-Skulpturen. "Für mich zählt bekannt zu werden", erklärte der Steinmetz. Die Händler von MB-Edelmetalle erklärten, es gehöre einfach dazu an einem verkaufsoffenen Sonntag offen zu haben. "Es wäre schön, wenn jeder daran teilnehmen würde." Ihre Kundschaft komme eher gezielt, denn man sei ein Goldankauf, Laufkundschaft bringe keinen Schmuck vorbei. Elli Hoffmann kam aus Mörfelden zum Gucken. "Wir hatten mal ein Auto auf einer Messe gekauft, aber jetzt brauchen wir keins." Später wollte sie vielleicht noch zum Loop 5 aber Möbel standen nicht auf dem Einkaufszettel.

Beim Segmüller-Möbelhaus gab es am Sonntagnachmittag dichten An- und Abfahrtsverkehr, aber kein Chaos. Ärgerlich war, dass zwischen Lidl und Möbelhaus an der Straße Fußwege enden, aber keine sichere Querung vorgesehen ist. Immer wieder liefen Menschen über die Straße und nutzten den Grünstreifen in der Mitte als Verkehrsinsel. Ebenfalls reger Andrang herrschte bei Loop 5. Bereits 500 Meter vor der A 5-Abfahrt standen die Autos schon auf dem Standstreifen. In der Gutenbergstraße regelten Loop 5-Mitarbeiter den Verkehr und achteten darauf, dass Fußgänger die Parkhauseinfahrt gefahrlos passieren konnten.

Quelle: Darmstädter Echo