Die Hessenrocker sind da

Rodgau Monotones im Festzelt - Eine La-Ola-Welle zum "Erbarme"

DARMSTADT. Von Kleinst-Clubs bis hin zu Mammut-Open-Airs haben die Rodgau Monotones in den 31 Jahren ihres Bestehens überall gespielt. "Hauptsache, es verspricht Spaß zu machen" definierten sie einst ihre Devise in einem Interview. Konzerte der Hessenrocker, in all den Jahren in nahezu unveränderter Besetzung aktiv, gelten als Stimmungsgaranten. Mitmachen heißt das Motto für ihr Publikum – so auch am Donnerstag im großen Zelt "Bei Moppel" auf der Darmstädter Herbstmess'.

Schon mit den ersten beiden Songs "Is mir egal" und "Ei gude wie" haben sie die vielen Zuhörer fest im Griff: Textsicher werden die eingängigen Refrains aus hunderten Kehlen intoniert, vor der Bühne wird getanzt, an den Tischen geschunkelt. Peter "Osti" Osterwold und Kerstin Pfau teilen sich nicht nur den Gesang, sondern auch gemeinsam mit Gitarrist Ali Neander die Rolle der unermüdlichen Einheizer. Beim dritten Stück "Ein Leben für Lärm", dem Titelsong des gleichnamigen aktuellen Albums, inszenieren sie eine La-Ola-Welle, die fortan durch die Reihen schwappt. Als Neander nachhakt, wer das Album bereits sein eigen nennt, gehen zahlreiche Hände hoch und bestätigen die Vermutung, dass hauptsächlich waschechte Fans vor Ort sind.

Die feiern jeden Song lautstark, ob nun Alexandras "Zigeunerjunge" von den acht Musikern zum "Zigeunerschnitzel" umarrangiert wird oder ein Medley aus Stücken des ersten Albums von der Bühne schallt. Doch es sind vor allem die alten Klassiker wie "Frach mich net wie's mir geht" oder "St. Tropez am Baggersee", bei denen es besonders turbulent wird im Zelt. Zwischen die Mitgeh-Nummern mischt sich mit "Ganz egal" eine gefühlvolle Ballade, zu der Feuerzeuge gezündet werden, bis die Band schließlich nach mehreren Stunden Spielzeit "Erbarme" zeigt und "Die Hesse komme" kredenzt.

"Die inoffizielle hessische Nationalhymne", wie ein Besucher den größten Hit der Partyrocker nennt, mobilisiert noch mal alle Energiereserven und markiert erwartungsgemäß den Höhepunkt des durchweg stimmungsvollen Abends.

Quelle: Darmstädter Echo